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Ein im Großen und Ganzen recht unaufgeregter Tag. In der Früh zog es mich intuitiv in eines der benachbarten Geschäfte, um mich für eine anbahnende Erkältung mit Obst auszustatten. Wobei `Benachbarte Geschäfte´ offensichtlich genau das richtige Wort ist. Ich wohne in einem recht typischen Wohnblock. In den umliegenden Häusern gibt es im Erdgeschoß kleine Läden, Bäckereien, Friseursalons, Bars und sogar Fleischereien. Jedes Geschäftslokal beschränkt sich auf wenige Quadratmeter. Besonders inspirierend fand ich einen kleinen Elektrohandel dessen Verkaufsraum gleichzeitig auch sein eigenes Schaufenster war und vice versa. Wenn man vor der Tür steht, blickt man auf einen Miniaturtresen zu dem man geradewegs zwischen Regalen links und rechts kommt, die mit diversen Elektroartikeln vollgeräumt sind. Mit nur einem Schritt hat man sich durch das ganze Sortiment gearbeitet und steht auch schon vor der Kassa. Das ist puristische Effizienz. Als einzig unpraktisch ließe sich evtl. der Fernseher erwähnen, der Käufer und Geschäftsführer (es kann aus logistischen Gründen keine Angestellten geben) von einander trennt. Er steht mitten am Tresen. Man kann aber davon ausgehen, dass es sich dabei um eine spätere Anschaffung handelt, die ursprünglich nicht im Geschäftskonzept eingeplant war.
Am Nachmittag gab´s ein Treffen mit dem Galeristen Yane, wo wir zum einen über angehende Projekte sprachen (dazu später mehr) und einen Termin mit der Botschaft fixierten. Morgen in der Früh heißt´s also früh raus, rein ins heimatliche Hemd und ab in das österr. Konsulat. Das freundliche Entgegenkommen der dortigen MitarbeiterInnen war bis jetzt außergewöhnlich. Ich freue mich schon auf das Treffen.
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