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Gestern Nacht ging es zu einem Konzert der Brasilian Girls das im Rahmen des Skopje Jazzfestival statt fand. Der Club war auf eine gewisse Art und Weise nicht so, wie man sich einen Club in Skopje vorstellen würde. Vielleicht mehr wie ein Club aus “Beverly Hills 90210″. Am Eingang wurde man von Frauen in Kostümen, die ein wenig an einen Männerfrack erinnerten, in Empfang genommen. Jeder bekam ein Stück Pfefferminzschokolade und zwei Flyer in die Hand gedrückt. Alles schien so überordendlich und angepasst. Wenn man zur Bar ging, wichen die Leute freiwillig aus um Platz zu machen, man konnte problemlos in der ersten Reihe stehen ohne erdrückt zu werden und das obwohl das Lokal rammelvoll war.
Um 24:00 kam die Band auf die Bühne. Schon nach der zweiten Nummer musste Sängerin Sabina Sciubba einsehen, dass ihre Prophezeiung “Once we´ve started - you can´t stop us.”, zumindest für den Balkan nicht zulässig ist. Mit einem Schlag war alles finster und man hörte nur mehr das akustische Schlagzeug vor sich hin hämmern. Der zweite Stromausfall an diesem Tag.
Der Drummer drosch unbeirrt auf sein Zeug ein und durchs Finster stolperten plötzlich die Bläser von Butch Morris´ Nublu Orchestra auf die Bühne um ihn akustisch zu unterstützen. Nach ca. 15 minütiger Improvisation gab es wieder Strom und das reguläre Konzert ging verstärkt weiter. Es ging so dahin - bis etwa zur Hälfte des Sets der Brazilian Girls. Dann kamen die Bläser wieder auf die Bühne und es folgten atemberaubende Improvisationen, die sich den musikalischen Klangteppich der Hauptband zu nutze machten um nicht auszurutschen. ´eide!
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